Herstellung und Restauration

Anatomie des Instruments

dessin anatomie d'une trompe de chasse

Die Trompe besteht aus mehreren zusammengesteckten Röhren mit einer Gesamtlänge von 4,545 Metern. Diese Länge bestimmt den Grundton D.,Grundton, von welchem aus alle anderen gebildet werden. Der Durchmesser des Rohres, Mensur genannt, wird vom Mundrohr bis zum Schallstück immer größer (Eine Tatsache, die unter anderem zum besonderen Klang der Trompe beiträgt.). Diese Zunahme des Durchmessers erfolgt relativ gleichmäßig bis zum Schallstückrohr, wo sie sich exponentiell verstärkt. Die besten Trompes haben ein Schallstück, das aus einer einzigen Blechtafel besteht und deshalb lange gehämmert werden muß. Dieses Verfahren härtet das Metall und verleiht einen besonderen Klang. Was den Schallstückkranz betrifft, so dient er nicht nur der Verzierung. Er wird nicht gelötet, sondern  nur umgebörtelt und gibt dem Instrument Stabilität, sodass das Schallstück weniger in seiner eigenen Frequenz vibrieren kann, was wiederum den Klang stören würde.

Eine gute Trompe herstellen? Nicht so einfach…

Drücken, hämmern, biegen, löten…die Grundlagen des Instrumentenbaus sind bekannt. Als treuer Schüler Raoux´ im 19. Jhd. hat François Périnet die Trompe in puncto Stabilität, Klang, Ansprache und Lautstärke optimiert. Dafür hatte er unter anderem ein neues Schallstückprofil entwickelt, das seitdem von allen Herstellern übernommen wurde und das bis heute als Vorbild gilt. So benutzen einige Bläser mit Freude noch heute Instrumente aus dieser Zeit.

Aber in zwei Jahrhunderten hat sich viel verändert. Um der Nachfrage zu genügen, haben sich viele Hersteller damit zufrieden gegeben, Instrumente zu kopieren und dabei – ungeachtet der akustischen und musikalischen Leistung – nur auf Äußerlichkeiten geachtet.

Der Markt hat sich im Laufe der Zeit sowohl technisch als auch wirtschaftlich entwickelt, was für den Instrumentenbauer  stetige Herausforderungen bedeutet.

Folgende Punkte seien hier erwähnt:

  • Eine neue Herangehensweise an das Instrument dank Blastechniken, die von anderen  Blechblasinstrumenten und dem Gesang übernommen wurden.
  • Höhere Erwartungen an die Ansprache und den Klang des Instrumentes.
  • Spitzentechnik in den Werkzeugen und Maschinen, sowie Einsatz von Computermesstechnik.
  • Verbot der Benutzung von Blei für das Biegen der Rohre und das Schwärzen der Schallstücke.
  • Gesteigerte Produktionskapazitäten durch steigende Bläserzahl.
  • Besser qualifizierte Handwerker lassen die Arbeitskosten und damit die Preise der Trompes steigen.
  • Usw.